„Freundliche Worte können schnell und leicht ausgesprochen werden, aber ihr Nachklang ist unendlich.“ (Mutter Teresa)

„Wie goldene Äpfel auf einer silbernen Schale, so ist ein rechtes Wort zur rechten Zeit.“  (Sprüche 25,11 HFA)

Selbst heute zucke ich noch zusammen, wenn ich daran denke, dass ich manche unangemessenen und verletzenden Worte in der Vergangenheit gesagt habe, sei es zu meiner Frau, meinen Kindern oder auch zu einzelnen Menschen in der Gemeinde. Diese Begebenheiten erinnern mich nur allzu deutlich daran, wie menschlich und schwach ich bin. Ich brauche ständig Gottes Vergebung und seine grenzenlose Gnade.

Es gibt unzählige Bibelverse über die Kraft unserer Worte, sowohl im Guten wie auch im Schlechten. Sicher haben die meisten von uns diese wichtigen Verse schon in ihren Lehren und Predigten verwendet. Auch als Gottes Mitarbeiter sind wir noch auf dem Weg und haben Schwächen im Hinblick auf unsere Kommunikation. Aber Gott ist unsere Kraft, und er wird uns Schritt für Schritt führen und uns helfen, in unserem christlichen Glauben zu wachsen, wenn wir ihn jeden Tag demütig suchen.

Zu meinem Leidwesen habe ich auch festgestellt, dass mein größtes Kommunikationsproblem darin besteht, dass ich manchmal nicht zuhöre, um zu verstehen, sondern um zu antworten. Wie du wahrscheinlich aus eigener Erfahrung weißt, ist ein solches Verhalten in einer Ehe oder auch jeder anderen zwischenmenschlichen Beziehung nicht hilfreich. Will Rogers hat einmal gesagt; „Versäume nie eine gute Gelegenheit, den Mund zu halten.“

Mein Kollege, Pastor Dan Remus aus Kenosha Wisconsin, schrieb kürzlich: „Viele Male in unserer Ehe wollte Alexia über Geschehnisse in ihrem Arbeitsleben reden und ich habe jeweils schnell eine Problemlösung gesucht. Aber öfter, als ich es eingestehen möchte, war ihre Antwort: „Du musst keine Lösung suchen für meine Probleme. Ich will nur, dass du mir zuhörst!“ Sie hat Recht.  Ich lerne mehr, wenn ich „meinen Mund halte“ und nur zuhöre wie es in Jakobus 1,29 steht: „Sei schnell zum Hören und langsam zum Reden.“ (Siehe auch meinen Beitrag Konfliktlösungen und Kommunikation).

In unserer heutigen Zeit werden auf Facebook, Twitter und anderen Plattformen der Sozialen Medien unzählige verletzende und wütende Kommentare gepostet. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass sich nur Menschen, die Jesus nicht kennen, an diesem zerstörerischen Krieg der Worte beteiligen.

„Herr, wache über meine Zunge, stell einen Posten ans Tor

meiner Lippen!“ (Psalm 141,3 GN)

Lasst uns sehr vorsichtig sein, was wir als Nachfolger Jesu auf den Sozialen Medien posten. Lasst uns als Leiter mit dem Herz eines Hirten jene in unserer Gemeinde liebevoll warnen und korrigieren, die sich oft leichtsinnig in verletzende Gespräche hineinziehen lassen, sei es auf den Sozialen Medien oder in zwischenmenschlichen Beziehungen.

John Lindell sagt, bevor wir etwas aussprechen oder schreiben, sollten wir uns stets drei Fragen stellen: „Ist es freundlich? Ist es ermutigend? Spiegelt es Gottes Herz wider?“

Unser Gebet für heute:

Herr, hilf uns, in unserer Familie wie auch zu unseren Geschwistern in der Gemeinde zur richtigen Zeit die richtigen Worte zu sagen. Hilf uns, in unseren Gesprächen mit anderen nicht planlos, sarkastisch oder verletzend zu sein.

Herr, wenn wir jemanden korrigieren müssen, lass uns dabei weise und sanft vorgehen, und wenn wir in schwierigen Situationen die Wahrheit sagen, hilf uns, das nicht gereizt und grob zu tun.

Herr, wir wollen deine Botschafter sein und den Menschen, denen wir dienen, mit auferbauenden und hoffnungsvollen Worten gute Botschaften bringen. AMEN!

Möge Gott euch reichlich segnen!
Paul
PS Hier findest du eine ausgezeichnete Liste von Peter Saulus, in der er Möglichkeiten aufführt, wie wir als Leiter in unserer Kommunikation mit anderen effektiver sein können.


Ich bete, dass die folgenden Beiträge für dich und deine Mitarbeiter in der Gemeinde eine Ermutigung sein werden. Fühle dich frei, sie an andere Personen weiterzuleiten oder in den sozialen Medien zu posten.

Teilen, um zu multiplizieren: Praktische Tipps, wie du mehr kleine Gruppen in der Gemeinde entstehen lässt


Bist du mit den richtigen Leuten unterwegs?

Lothar Krauss


Wie du eine gute Predigt erstellt

Rick Warren


in ermutigendes Wort für all jene, die eine Gemeinde leiten

Jason Stidham

Diesen Sonntag werden einige von uns voller Begeisterung vor der Gemeinde stehen, während andere mit Leidensmiene hinter dem Pult stehen werden. Einige Leiter werden hocherfreut ihre sonntagmorgendliche Pflicht erfüllen, während andere mit Grausen ihre Predigt abspulen.

Denkt dran, Kameraden! Unsere ewige Berufung ist größer als unsere zeitlichen Umstände. Unser Erfolg wird nicht von Größe oder Reaktion des Publikums definiert. Es ist unser Vorrecht, „das Wort zu predigen“. Unsere Hilfe kommt von den Bergen (Psalm 121).

Auch unsere Treue wird nicht vergessen werden. Unseren Lohn werden wir erst sehen. Mein Gebet heute ist, dass du und ich uns erheben und würdig wandeln in der Berufung, zu der wir berufen sind. Nicht durch Macht und Kraft, sondern durch den Geist Gottes. (Facebook Post für Pastoren am 08.08.20)


Aussagestarke Zitate

Wahre Leiter schaffen es auf sanfte Art anderen zu helfen, ihren seelischen Schmerz in Handeln zu verwandeln. Warum ist das so wichtig? Weil Sinnhaftigkeit größer ist als Schmerz. Bitterkeit sucht sich einen leeren Raum. Satan möchte uns verletzt, kochend vor Wut und untätig sehen. Er möchte, dass die Finsternis in unserem Inneren zunimmt – aber Jesus bietet uns den besseren Weg an. (Scott Hagan)


Menschen hassen nicht die Veränderung. Sie hassen die Art, wie wir sie verändern wollen. Es ist unsere Verantwortung, die Veränderung herbeizuführen. Effektive Leiter geben nicht anderen die Schuld. Effektive Leiter nehmen die Verantwortung auf sich. (Craig Groeschel, Global Leadership Summit 2020)


Wenn wir es zulassen, dass unsere Emotionen von Zorn angetrieben werden als Antwort auf die Wut  anderer Menschen, dann verlieren wir augenblicklich unsere Fähigkeit, Teil einer sinnvollen Lösung zu sein. (J. P. Dorsey)


Dein Maßstab als Leiter ist nicht, was du tust, sondern was andere tun, wegen dem, was du tust. (Dr. Howard Hendricks)