Paul Clark

Im Gespräch mit den Verantwortlichen meines Kirchenverbandes (BFP) fand ich heraus, dass keine Statistiken oder Informationen darüber erstellt und gesammelt werden, wie viele unserer Gemeindeleiter und Pastoren aus dem Dienst ausscheiden. Auch gibt es keine offiziellen Daten darüber, warum Männer und Frauen den Bund verlassen und den Dienst quittieren.

Durch Gespräche mit Kollegen und eigene Beobachtungen habe ich eine Liste mit Auslösern zusammengestellt. Diese Gründe für ein Ausscheiden stimmen generell überein mit dem verschieden Studien, die ich mir aus Australien, England und den USA angesehen habe:

  1. Spannung in der eigenen Ehe oder Familie.
  2. Spannungen mit Gemeindemitgliedern/Mitarbeitern, die oft zu großen persönlichen Enttäuschungen führen.
  3. Mangelnde persönliche Finanzen – es scheint nie genug Geld für die Familie da zu sein!
  4. Unbefestigte persönliche Theologie durch das Aufnehmen diverser geistlicher Trends und Extremlehren.
  5. Manche Konflikte entstehen, weil man eine andere Sicht der Dinge hat als der eigene Gemeindeverband oder Gemeindebund.
  6. Ungelöste (oder auch ‚unerlöste’) emotionale Herausforderungen tief in mir, werden zur Qual, wie z. B.:
    • Mangelnde Selbstannahme
    • Unwilligkeit, zu vergeben, was zu Bitterkeit führt
    • Andere haben unrealistische Erwartungen mir gegenüber.
    • Ich habe unrealistische Erwartungen, was meine Mitmenschen betrifft.
    • Überhöhter Leistungsdruck
    • Unausgewogenes Vergleichsdenken
    • Man steht immer unter Strom, weil die Zeit nie ausreicht.
    • Erschöpfungszustände
    • usw.

Wenn man Literatur betrachtet, die sich mit den obigen Faktoren beschäftigt, stellt man fest, dass oft eine Kombination von zwei oder drei Faktoren zusammenkommt und das Ausscheiden aus dem Dienst auslösen.[i] Bei diesen Bereichen handelt es sich immer um sehr große Herausforderungen für die Pastoren.

Dane Ver Merris und Bert van Hoek sind im Bereich der Pastorenberatung tätig und haben im Laufe der Jahre Pastoren mit ‚Stolpersteinen’ in drei Gruppen kategorisiert:

Die erste Gruppe der Pastoren, die ins Stolpern kommen können, sind die ‚zu Selbstsicheren’ und die ‚Selbstüberschätzer’. Ob es nun der Stempel von ‚Gottes Berufung’ oder eine Tendenz zur Arroganz oder vielleicht sogar ein früheres Versagen ist, hat diese Gruppe von Pastoren die Tendenz, das ‚Besondere’ ihres Dienstes hervorzuheben. Sie betrachten sich selbst als visionäre Leiter und erwarten, dass andere sich hinter ihnen einordnen. Sie haben oft ein bedeutendes Bedürfnis nach Bewunderung und Anerkennung und werden meist als arrogant, dramatisch oder unüberlegt und stürmisch von ihrem Umfeld bewertet. Dieses Umfeld zögert jedoch, den Leiter auf diese Mängel hinzuweisen. Der Leiter hat Probleme einzuräumen, dass er selbst die Ursache seiner Probleme ist. Er gibt die Schuld den anderen, insbesondere leitenden Mitarbeitern der Gemeinde oder einigen ‚Unzufriedenen und Streitsüchtigen’ Gemeindemitgliedern.[ii]

Es ist interessant zu sehen, wie der katholische Priester und Autor Henri Nouwen diese Gruppe von Pastoren bewertet: „Christliche Leiterschaft wird in den meisten Fällen von Menschen ausgeübt, die es nie gelernt haben, gesunde, persönliche Beziehungen aufzubauen und sich stattdessen für Kontrolle und Machtausübung entschieden haben. Manch einer, der ein christliches Imperium aufgebaut hat, ist selbst nicht in der Lage, Liebe zu geben und anderen anzunehmen.“[iii]

Doch weiter mit Dane Ver Merris und Bert van Hoek:

Eine zweite Gruppe von Pastoren, die leicht ins Stolpern geraten können, sind die ‚Sozialverhaltensgestörten’ oder ‚distanziert und kühl-Wirkenden’. Viele Menschen fühlen sich wegen ihres Interesse an der Theologie in den geistlichen Dienst berufen, ohne dass sie die zwischenmenschlichen Herausforderungen eines Pastorats berücksichtigen. Theologische Seminare haben oft mit einer theologischen Ausbildung zu diesem Dilemma beigetragen, bei der das Akademische stärker betont wird als die zwischenmenschlichen Fähigkeiten und die emotionale Intelligenz. Als Konsequenz stolpern viele junge Pastoren, die zwar hervorragend bei ihrer theologischen Ausbildung abgeschnitten haben, aber dann aufgrund der intensiven Beziehungsanforderungen scheitern.[iv]

Eine dritte Gruppe von Pastoren, die Schwierigkeiten in ihrem Dienst haben sind die ‚Unorganisierten’. Wir ordnen dieses Verhalten oft als eine Art Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivität ein. Diese Pastoren sind zerstreut, immer spät, unzuverlässig und oft impulsiv. Sie verpassen Termine und kommen wichtigen Aufgaben nicht nach, wie z.B. Besuchsdiensten, Gemeindeorganisation, usw. Gemeindemitglieder erwarten von ihrem Pastor, dass er einigermaßen verantwortungsbewusst, organisiert und situationsorientiert ist. Pastoren, die auf Dauer in diesen Bereichen enttäuschen sehen sich oft einer Mauer der Abneigung gegenüber.[v]

Merris and Van Hoek haben herausgefunden, dass durch den Prozess des Mentoring und der Reflektion mit anderen Kollegen diese drei Gruppen von Pastoren mit der Zeit einige ihrer Herausforderungen überwinden wollen und können. Es ist eindeutig, dass die meisten dieser Probleme in direkter Weise auf unsere Beziehungen mit anderen Menschen zurückzuführen sind. Hier wollen wir danach streben, uns untereinander als Kollegen zu helfen, in unseren Leiterschaftsfähigkeiten zu wachsen und ausgewogen zu werden.

Dean Hogue and Jacquline Wenger haben in ihrer Studie darüber, warum Pastoren aus dem Dienst ausscheiden, noch etwas Wichtiges entdeckt: „Ehemalige Pastoren im Vergleich zu aktiven Pastoren verzeichnen erhöhten Stress, Konflikt und Verfeindung, sowie ein unklares Bild über die angemessene Rolle des Pastors als auch eine gewisse Form der Abneigung seitens ihres Ehepartners. Ausgeschiedene Pastoren empfinden, dass sie in ihren Problemen ungenügend Unterstützung seitens ihrer Gemeindebewegung erfahren haben. Sie fühlen sich oft einsam und isoliert und haben kaum Unterstützung von anderen Pastoren.“[vi]

Hier müssen wir als Geschwister darauf schauen, wie wir denen, die den Dienst aus welchem Grund auch immer quittiert haben, begegnen und ihnen dienen. Wir dürfen auf keinen Fall eine Form von Firmenblindheit entwickeln, die die Realität derjenigen, die gestolpert oder gefallen sind, nicht erkennen können.

Kein Platz für ‚Einzelkämpfer’

Es scheint, dass einige Pastoren oft der Meinung sind, dass man als ‚rauer Individualist’ zusammen mit Jesus am besten durchs Leben kommt. In den frühen 70er Jahren gab es einen Country Song mit dem folgenden Text: „Me and Jesus have got a good thing going, me and Jesus have got it all worked out.“ Der Text impliziert, dass ich eigentlich niemanden brauche, denn Jesus ist mit mir, und das ist okay so. In der Vergangenheit haben sich Pastoren oft als der Lone Ranger auf der Prärie gesehen, der nur ab und zu Tonto zu Hilfe rufen musste. Die Augen des Lone Ranger waren immer maskiert, dass man eigentlich nie wusste, wer hinter der Maske steckte. (Die Psychotherapeuten unter uns hätten hier einiges zu sagen.) Ich bin sicher, wir alle stimmen zu, dass es keinen Platz für ‚geistliche Lone Ranger’ gibt, weil solche Persönlichkeiten nur weitere ungesunde Persönlichkeiten hervorbringen. Wir brauchen einander und sind nicht dazu berufen, ein Fels auf einer einsamen Insel zu sein.

Eine Studie der Barn – Gruppe fand folgendes darüber heraus, wie amerikanische Pastoren sich und die Gemeinde, der sie vorstehen, sehen:

Viele Pastoren kämpfen mit persönlichen Beziehungen. Ein geistlicher Leiter für andere zu sein, bringt ungewöhnliche Beziehungsdynamiken und Erwartungen hervor. Ein Problem ist oft das Gefühl, von anderen losgelöst zu sein. Die Mehrheit der Pastoren (61%) geben zu, dass sie ‚nur wenige enge Freunde’ haben.[vii]

Gesunde, aufbauende Beziehungen

Pastor Dietmar Schwabe hat bei einem Treffen von Pastoren einige wichtigen Gedanken weitergeben. Durch gesunde Beziehungen mit unseren Kollegen können wir leichter über unser eigenes Leben und den Dienst, in den Gott uns berufen hat, reflektieren. In einer entspannten Atmosphäre werden wir angespornt und gefördert, größere Dienste für den Herrn zu tun. Christopher Gomold-Smith schreibt dazu: „Nach mehr als 43 Jahren im Dienst auf verschiedenen Kontinenten bleiben zwei wichtige Worte: Flexibilität und Beziehung. Beziehung, weil es die Basis ist, für wer wir sind und was wir tun, beginnend mit Gott, Familie und unseren Mitmenschen. Die Beziehung zu unseren Kollegen hat eine hohe Priorität.“[viii]

Gott hat uns geschaffen für Beziehung zu ihm, sowohl zu Beziehung zu anderen. Unsere Gemeindemitglieder schauen ganz genau darauf, was für Beziehungen wir haben in der Ehe, zu unseren Kindern, zu Geschwistern in der Gemeinde usw. Gesunde Beziehungen zu andern stärken unseren Einfluss als Leiter. John Maxwells einfache Definition, dass Leiterschaft Einfluss bedeutet, stimmt ganz und gar und bewahrheitet sich in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber das Gegenteil stimmt auch: Wenn wir nicht gut mit anderen in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen auskommen, wird unser Einfluss als Leiter geschwächt. Gesunde, aufbauende Beziehungen mit anderen Menschen stärken unseren Dienst, und ungesunde Beziehungen mit anderen schwächen unseren Dienst und, was noch wichtiger ist, schaden Gottes Reich.

Vier Möglichkeiten, unsere Beziehungen als Pastoren und Leiter untereinander und füreinander zu stärken und intensivieren

1. Die ‚Einander’ – Bibelstellen müssen wir endlich wieder ernst nehmen und ihre Wichtigkeit und Wahrheit in unser Miteinander umsetzen.

Was bedeuten ganz konkret die ‚Einander’ – Aussagen für mich? Was bedeuten diese Aussagen für mich als Verantwortungsträger mit anderen Pastoren in meiner Stadt? Brian Hathaway schätzt, dass ungefähr 44% der Briefe des Neuen Testaments sich damit befassen, dass wir mit unseren Mitmenschen gut auskommen sollen. Im Vergleich dazu beschäftigen sich nur ungefähr 4% mit geistlichen Gaben. Hier ist eine Teilliste, die wir alle kennen und über die wir sicher in der Ortsgemeinde bereits gepredigt und gelehrt haben:

„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch       geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.“ (Joh.13,34)

„Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.“ (Rö.12,10 u. 13)

„Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen. (Römer 12,16a)

„Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ (Röm. 15,7)

„…dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in “einem” Sinn und in “einer” Meinung.“ (1 Kor.1,10b)

„Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern.“ (Gal. 5,16)

Ertragt einer den andern in Liebe.“ (Eph. 4,2b)

Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer…..“ (Eph. 4,32a)

„und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken.“ (Heb. 10,24)

Seid gastfrei untereinander ohne Murren. Und dient einander, ein jeder mit der     Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“ (1.Petr. 4,9–10)

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Gal. 6,2)

2. Was bedeutet es, gesunde und bleibende Beziehungen als Pastoren und Gemeindeleiter untereinander aufzubauen?

Das Entdecken von gesunden, aufbauenden Beziehungen bei der authentische Beziehungen klar zu erkennen sind, realisiert und ausgelebt werden. Hier einige Möglichkeiten:

  • Pastoren-Ehepaare treffen sich zum Essen, Wandern oder ähnlichem
  • Mehr ‚Peer’ Mentoring
  • Andere Begegnungen in Kleingruppen (außerhalb von Dienst- und ‚Pflichtveranstaltungen’
  • Extern Coaching und Supervision um uns zu helfen, gesunde zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen.
  • Order was denkst du?

3. Was können wir lernen von Männern und Frauen, die aus dem Dienst ausgeschieden sind?

„Brüder und Schwestern, wenn einer von euch vom richtigen Weg abkommt, dann sollt ihr, die von Gottes Geist geleitet werden, ihn liebevoll wieder zurechtbringen. Seht aber zu, dass ihr dabei nicht selbst zu Fall kommt. Wer sich einbildet, besser zu sein als die anderen, der betrügt sich selbst.“ (Gal. 6,1+3)

Wir können und wollen etwas aus den ‚Herausforderungen’ oder dem ‚Versagen’ anderer Geschwister mit einer Haltung der Demut lernen. Uns stets der Herausforderungen des pastoralen Dienstes bewusst zu sein, erlaubt uns immer wieder Vorbeugungsmaßnahmen zu ergreifen und alles zu unternehmen, um Männer und Frauen in ihrer Berufung zu stärken und zu ermutigen und ihnen zu helfen, in ihrem Dienst zu bestehen. „Die Wunden der anderen sollten uns Vorsicht lehren.“ (St. Jerome)

4. Jeder Pastor und Gemeindeleiter sollte dazu ermutigt werden, Teil einer ’accountability group’, bestehend aus drei oder vier Personen, zu sein.

Gegenwärtige Umfragen und die lange Geschichte der Gemeinde machen es klar, dass beständige Exzellenz im Dienst eines Pastors mit einem immerwährenden Prozess von accountability (Rechenschaft abgeben/Eigenverantwortung übernehmen) einhergeht.[ix] Gruppen sollten in organischer Weise formiert werden, mit ‚peer mentoring’ als Basis der regelmäßigen Treffen. Es sollte Zeit darauf verwendet werden, füreinander zu beten, einander zu ermutigen und über das, was gerade wichtig ist im Leben des Einzelnen, zu informieren. Jede Gruppe sollte ihr eigenes Format entwickeln, aber Vertraulichkeit ist ein Muss. Auf diese Weise ist jeder in accountabilty (Verantwortung), erfährt Ermutigung und Unterstützung durch Gebet und aufbauende Beziehungen entwickeln sich. Man könnte einige Fragen aus den Lebens-Transformations-Gruppen (LTG) als eine Grundlage zu nutzen und jedem Teilnehmer zu stellen:[x]

  • Warst du in dieser Woche durch Worte und Taten ein Zeugnis für die Liebe Gottes?
  • Hast du dich in dieser Woche sexuell erregendem Material hingegeben oder bist du sexuell unpassenden Gedanken nachgegangen?
  • Bist du diese Woche verantwortungsvoll mit deinen Finanzen und deinem übrigen Besitz umgegangen, oder hast du Dinge in Besitz genommen, die dir gar nicht gehören?
  • Warst du verständnisvoll, großzügig und zuvorkommend in den wichtigsten Beziehungen deines Lebens?
  • Hast du jemand anderem indirekt, hinter dem Rücken, oder direkt ins Gesicht wehgetan?
  • Hast du in dieser Woche einer abhängig machenden Verhaltensweise nachgegeben? Erkläre.
  • Hast du längere Zeit Ärger oder Wut gegen jemanden empfunden?

 

  • ___________________________________________________ (eigene Frage)

 

  • Hat dir Gott etwas gesagt/deutlich gemacht? Planst du diesbezüglich etwas zu tun?
  • Warst du heute absolut ehrlich zu mir?[xi]

Die biblische Basis für Accountability-Gruppen:

„Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.“ (Jak. 5,16)

„Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.“ (1.Joh.1,7)

Schlussbemerkungen

Gottes Absicht ist es nicht, dass der Dienst uns zerstört, sondern dass durch ihn unser innerer, geistlicher Mensch aufgebaut wird. Dadurch können wir uns danach ausstrecken, immer größere Aufgaben für ihn zu übernehmen.[xii]Doch sehen wir heute, dass mehr denn je Pastoren den Dienst verlassen – niedergeschlagen, deprimiert und entmutigt sind. Wenn wir uns danach richten, was die Pastoren selbst aussagen, dann müssten die Geschwister in der Gemeinde, ganz besonders auch die leitenden Verantwortlichen in der Gemeinde, das Problem sein. Wenn das so ist, handelt es sich hier um ein Problem, das nicht abgeschafft werden kann. Aber Gott ist an die Arbeit in unserem Leben und er will uns helfen. Was er angefangen hat in unserem Glaubensleben als Pastoren will er ohne Frage vollenden.   (Hebräer 12,1­–2 )

Durch gesunde zwischenmenschliche Beziehungen sind wir besser integriert in einem Dienst oder ein Team. Unser Wunsch soll es sein, mit andere Pastoren und geistlichen Leitern authentische Beziehungen untereinander als eine hohe Wertstellung zu erfahren. Konrad Adenauer sagte: „Wir nehmen die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht.“

Aber mehr noch: Gott hat uns als Pastoren und Gemeindeleiter dazu berufen, eine innige Beziehung zu ihm zu haben. Dies muss vor unserem Dienst, vor unserer Gemeinde, sogar vor unserer Familie kommen. Wir müssen hartnäckig daran bleiben, unsere Beziehung mit dem lebendigen Gott zu stärken, und aus diese Beziehung heraus fließen intensive, authentische Beziehungen in Ehe, der Ortsgemeinde und zu unseren Geschwistern in anderen Gemeinden in der Stadt. Die Worte von Jesus haben die Messlatte sehr hoch gesteckt: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Johannes 13,34–35)

Pauls Lebensbotschaft ist es, ein Ermutiger zu sein für die, die andere ermutigen. In Zusammenarbeit mit dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) hat Paul geholfen, Gemeinden im Saarland, in  Rheinland Pfalz und Thüringen zu gründen. Paul ist auch verantwortlich für das Webportal Forum für Leiterschaft im Gemeindebau. www. http://www.forumgemeindebau.de/

Paul stellte seine Doktorarbeit mit dem Titel: „Die Gründung von Pfingstgemeinden in Deutschland: 1945–2005: Implikationen für intentionale Mission im 21. Jahrhundert“ fertig. Sie ist als Buch wahlweise auf deutsch oder englisch erhältlich: http://pmgermany.com/information-zum-buch/.

 

[i]Rowland Croucher, “Causes of Pastors Leaving the Ministry.” http://www.change-career-with-purpose.com/pastor-burnout.html.

[ii]Dane Ver Merris und Bert van Hoek, „How Pastors Struggle.” Christian Reform Church Website, http://www.crcna.org/pages/journey_tool_E_struggle.cfm.

[iii]Henri Nouwen zitiert von Gordon MacDonald in: “A Resilient Life,” 2005, Thomas Nelson Publisher, S. 212.

[iv]Merris u. Van Hoek.

[v]Ibid.

[vi]Dean R. Hoge and Jacqueline E. Wenger, “Experiences of Protestant Ministers who left the Local Church.” Presented to the Religious Research Association, Norfolk, VA, October 25, 2003, http://www.pulpitandpew. duke.edu/hoge.pdf.

[vii]“Church Plants and Church Closures.” Evangelical Alliance Website, http://www.eauk.org/resources/info/ statistics/leadershiplatest37.cfm.

[viii]Christopher Gornold-Smith, “Nuggets of Wisdom.” Southern European AoG Missionary Retreat, September 2009.

[ix]“Sustaining Pastoral Excellence,” Reform Church of America Website. http://www.crcna.org/ pages/spe_analysis.cfm.

[x]„Lebens -Transformations- Gruppen (LTGs), DNA für ein Leben in der Nachfolge.“ Prospekt

[xi]Ibid.

[xii]Richard Murphy, “Statistics about Pastors.” Maranatha Life Website, http://maranathalife.com/lifeline/stats.htm