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Einheit ist nichts, das wir einfach heraufbeschwören können, wenn wir es brauchen. Sie ist etwas, das wir durch unsere tägliche Verhaltensweise im Lauf der Zeit aufbauen müssen.

Hier sind acht Tipps, die dazu beitragen können, in einem Team Einheit zu schaffen:

  1. Stelle bessere Fragen. Ich stütze mich nicht mehr so sehr auf Vermutungen wie früher. Wenn ich merke, dass es ein Problem gibt, sage ich viel eher: „Hey, erzähl mir, was da los ist.“ Wenn sich dann ein Gespräch entwickelt, habe ich gelernt, bessere Fragen zu stellen, um dem Problem auf den Grund zu kommen. Statt die Menschen damit davonkommen zu lassen, dass sie die Schuld auf andere schieben, frage ich oft: „Was liegt bei alledem in deiner Verantwortung? Was wirst du tun, um das richtigzustellen, wenn niemand anders einen Schritt unternimmt?“
  2. Lass die Ehre allen zuteilwerden. In vielen Organisationen bekommt der Chef oder der Pastor den Löwenanteil der Anerkennung. Das nährt das Ego des Leiters, aber es wirkt sich nachteilig auf andere Menschen aus. Vielleicht fühlen sie sich dazu getrieben, Erfolg zu haben, damit sie Applaus bekommen; vielleicht versuchen sie, jene zu sabotieren, die weiter vorankommen als sie selbst, oder sie geben auf und werden passiv.Wir müssen allen Menschen auf allen Ebenen dasselbe Maß an Ehre zuteilwerden lassen – jenen, die auf derselben Ebene sind wie wir, wie auch jenen, die uns unterstellt sind. Tatsächlich bin ich zu dem Schluss gelangt, dass die Einheit vor allem dann geschaffen und geschützt wird, wenn ich den Menschen auf den untersten Positionen der Organisation meine Wertschätzung erweise. Ihr Beitrag wird von den meisten vielleicht nicht einmal bemerkt, aber ihre Treue und ihre Fähigkeiten sind die Grundlage unseres Wachstums. Ohne sie könnten wir nicht tun, was wir tun, und ich möchte, dass sie – und alle anderen – das wissen.
  3. Vergib schnell und vollständig. Vergebung ist das Herzstück des christlichen Glaubens, und sie ist das Herzstück der Einheit. Wir können eine Umgebung schaffen, in der Vergebung nicht selten oder unangenehm ist, sondern normal und befreiend.Vergebung erfordert, dass wir den Schmerz, den wir erfahren haben, ehrlich eingestehen. Aber sie bedeutet auch, dass wir unseren Groll loslassen. Wenn wir uns bei anderen entschuldigen, bleiben wir vereint, und wenn wir einander vergeben, bleiben wir gesund.
  4. Lass dich vom Heiligen Geist leiten. Wenn du das innere Drängen spürst, jemanden zu bestätigen; jemanden, den du verletzt hast, um Entschuldigung zu bitten; jemandem zu vergeben, der dich gekränkt hat oder jemandem öffentlich deine Wertschätzung zu zeigen, tu es. Warte nicht. Suche nicht nach Ausreden, warum du das nicht tun solltest. Tu es einfach.
  5. Feiert einander. Der Erfolg des einen sollte der Erfolg aller sein. Eifersucht richtet Schaden an und verursacht Spaltung. Die Lösung besteht nicht darin, dass wir mit den Zähnen knirschen und mit aller Kraft versuchen, nicht bissig zu werden. Sie besteht darin, die Talente und Beiträge jeder Person genauso zu schätzen wie unsere eigenen und es zu feiern, wenn andere sich auszeichnen.
  6. Versuche Gespräche außerhalb der Gruppe zu verhindern. Das kennen wir alle. Ein Teammitglied ist mit einer Entscheidung oder einer Anweisung nicht zufrieden, aber statt seine Bedenken in der Gruppe zu teilen, trifft er oder sie sich später mit jemandem, den er für einen potenziellen Verbündeten hält. Auch wenn dieses Verhalten normal ist, ist es eine Bedrohung für die Einheit.
  7. Bete für jede Person. Jesus betete für Einheit unter seinen Nachfolgern. Sollten wir Gott nicht auch um Einheit bitten? Es erfordert Zeit, für jedes Teammitglied ein gehaltvolles Gebet zu sprechen, aber es ist eine lohnende Investition.
  8. Sei präsent. Wir sind sehr beschäftigt. Ich sage nicht, dass wir in jeder Minute eines jeden Tages da sein müssen. Aber es ist wichtig, dass wir in der Zeit, die wir miteinander haben, absolut präsent sind.

Die Investition

Vor einigen Jahren gab es einen Fernseh-Werbespot von einer Autoreparatur-Kette, in dem ein Mechaniker neben einem Auto mit offener Motorhaube stand. Er hielt einen Ölfilter hoch und sagte mit einem Lächeln: „Du kannst mich jetzt bezahlen.“ Dann hob er einen Kolben hoch und knurrte: „Oder du kannst mich später bezahlen.“

Offensichtlich sprach er über den Preisunterschied zwischen einem Ölfilter und der kompletten Überholung des Motors.

Dieselbe Kalkulation gilt für Leiter: Wir können einen relativ kleinen Preis an Zeit und Energie bezahlen, um Einheit aufzubauen, oder wir können weitaus mehr Kapital aufwenden, indem wir versuchen, die Dinge am Laufen zu halten, während wir uns mit Konflikten, einer falschen Ausrichtung, verletzten Gefühlen und verschwendeter Mühe auseinandersetzen.

Die Einheit ist jede Investition, die du heute machst, absolut wert.

Rob Ketterling ist der Gründer und Hauptpastor der River Valley Church (AoG) in Apple Valley, Minnesota. Dieser Artikel ist ein Auszug aus seinem Buch The Speed of Unity (River Valley Publishing, 2020). Weitere Informationen findest du unter robketterling.com.