Die meisten Pastoren oder Gemeinde-Mitarbeiter begreifen nicht, dass ihnen bei Dienstantritt ein Leben mit endlosen Pflichten bevorsteht, den Pflichten, Menschen zu gewinnen, sie zu tragen und zu unterstützen und Freiwillige für den Dienst zu begeistern.“ (Unbekannt)

„Spielt euch nicht als die Herren der Gemeinde auf, sondern seid ihre Vorbilder.” (1 Petrus 5,3 HFA)

„Wenn Gemeinden in herausfordernden Zeiten gedeihen, werden sie geleitet von belastbaren Pastoren und Leiter, die sich zwar mit den Umständen beugen, aber nie vom Evangelium lossagen.“ (Tom Bolsinger)

Vor einigen Monaten fragte mich ein Pastor nach meinen Gedanken zu diesem sehr wichtigen Thema. In 1.Timotheus, Kapitel 3 wird uns gesagt, über welche Charaktereigenschaften leitenden Mitarbeiter in der Ortsgemeinde verfügen sollten. Hier sind noch einige praktische Überlegungen von mir aus meiner langjährigen Erfahrung als Pastor in viele Beratungsgesprächen mit Gemeindeleitungen.

Bevor ich jemanden in die Gemeindeleitung berufe oder jemand als neues Mitglied der Gemeindeleitung bestätigt wird, prüfe ich immer anhand der folgenden Liste, ob die betreffende Person die nötigen Voraussetzungen für dieses Amt mitbringt. Damit gehe ich auch ganz offen um. Erst wenn ich das Gefühl habe, dass dies bei jemandem der Fall ist, suche ich das Gespräch mit ihm.

  1. Mitarbeit
    Die Person, die der Gemeindeleitung oder dem Vorstand beitritt, sollte bereits im Gemeindedienst oder als Leiter in der Gemeinde tätig sein. Die Gemeindemitglieder sollten sie als jemanden ansehen, der vertrauenswürdig und geistlich reif ist. In zu vielen Gemeinden gibt es Leiter, die nicht aktiv in der Gemeinde mitarbeiten, sondern eher als Kontrolleure oder Ratgeber agieren.
  2. Loyalität
    Die betreffende Person sollte ein Vorbild für Loyalität und Verantwortlichkeit gegenüber ihrem Pastor und den anderen Leitern der Gemeinde sein. Ich spreche hier nicht von blindem Gehorsam, aber wenn jemand eine andere Sichtweise einer Sache hat, sollte er immer in einem Geist der Liebe mit mir oder den anderen Leitern darüber sprechen, statt seinen Unmut und seine Ansichten auf den sozialen Medien zu posten oder hinter unserem Rücken kundzutun. Loyalität ist eine Zweibahnstraße. Ich bin gegenüber meinen Teammitgliedern immer loyal, und wenn es ein Problem mit jemandem gibt, werde ich das immer unter vier Augen mit ihm besprechen. Die Person sollte kein Ja-Sager sein, aber sie darf auch niemand sein, der sich grundsätzlich jeder Entscheidung, die vom Leiterschaftsteam getroffen wurde, entgegenstellt.
  3. Beziehe den Ehepartner mit ein
    Vergesst nicht, die Ehepartner der betreffenden Personen zu fragen, wie sie darüber denken, dass ihr Mann oder ihre Frau Teil der Gemeindeleitung wird. Ihre Unterstützung ist sehr wichtig. Wahrscheinlich wäre es auch gut zu erfahren, wie ihre Ehe ganz allgemein läuft.
  4. Finanzen
    Jene, die in der Leiterschaft sind, sollten die Gemeinde durch ihren Zehnten und regelmäßiges Geben unterstützen. Meiner Ansicht nach ist es nicht angemessen, wenn jemand die Entscheidungsgewalt bezüglich der Finanzen der Gemeinde innehat, während er selbst die Gemeinde nicht finanziell unterstützt.
  5. Konflikte
    Die Menschen in der Leiterschaft müssen in der Lage sein, auf eine proaktive Weise mit Konflikten umzugehen. Seitens der Gemeindeleitung werden oft Entscheidungen getroffen werden, die nicht überall auf Anklang stoßen. Beispielsweise wird vielleicht aus dem ein oder anderen Grund ein Mitarbeiter oder Leiter gebeten, von seinem Amt zurückzutreten. Oft müssen kontroverse Themen besprochen werden, die die ganze Gemeinde betreffen. Manche unserer Geschwister sind so harmoniebedürftig und konfliktscheu, dass sie nie einen klaren Stand einnehmen und davor zurückscheuen, nötige Ermahnungen auszusprechen.
  6. Gottesdienstbesuch
    Die Mitglieder der Leiterschaft sollten regelmäßig am Gottesdienst wie auch an den Treffen kleinerer Gruppen innerhalb der Gemeinde teilnehmen. Es ist kaum zu glauben, wie oft ich schon von Pastoren gehört habe, dass die Ältesten oder die Mitglieder der Gemeindeleitung nur selten im Gottesdienst anwesend sind. Leiter und Leiterinnen sollten Vorbilder sein!
  7. Zeitfaktor
    Die Mitglieder der Gemeindeleitung sollten genug Zeit haben, um sich sowohl aktiv am Gemeindedienst zu beteiligen als auch bei den geplanten Sitzungen anwesend zu sein. Manche unserer Geschwister haben einen Beruf oder eine familiäre Situation, die das nicht zulässt. Dieser Punkt sollte offen besprochen werden, bevor jemand ins Leiterschaftsteam aufgenommen wird.
  8. Weisheit
    Die betreffende Person sollte intelligent genug sein, um die derzeitige Vorgehensweise in der Gemeinde zu verstehen. Darüber hinaus sollte sie in der Lage sein, für die Zukunft des Dienstes neue Ideen und Vorschläge einzubringen.
  9. Vision
    Die Person sollte bereit sein, die Vision der Gemeinde zu unterstützen und die Gemeindekultur zu stärken. Es ist nie gut, wenn sich jemand der Leitung einer Ortsgemeinde anschließt, der unzufrieden mit der Gemeinde ist und mittels der Holzhammermethode alle möglichen Veränderungen durchsetzen will. Ein Teamplayer zu sein ist ein Muss.

Ron Donnini spricht den Gemeinden eine Warnung aus, der ich absolut beipflichte: „Die Gemeinden neigen dazu, die Fähigkeiten eines Leiters höher zu schätzen als seinen Charakter. Deshalb erwählen sie sich oft Leiter mit Einfluss im Gemeinwesen – Angestellte der örtlichen Bank, gut situierte Geschäftsleute, Rechtsanwälte, Buchhalter, Ingenieure und dergleichen. Aber nach dem, was wir in der Bibel lesen, sollten wir mehr am Charakter eines Leiters interessiert sein als an seinen Fähigkeiten oder seinem Einflussbereich. Leiter, die in der Gemeinde denselben Führungsstil anwenden wie in ihrer Firma, werden scheitern, weil sie dabei außer Acht lassen, dass bei der Leitung einer Gemeinde der Dienst im Vordergrund steht, nicht die Macht. Die Mission der Gemeinde besteht darin, unserer Gemeinschaft aufopferungsvoll zu dienen, das Evangelium nah und fern zu verbreiten und dazu beizutragen, dass die Christen ihre volle Reife erlangen. Diese Mission wird am besten durch Leiter erreicht, deren Ziel es ist, zu dienen, und nicht, um jeden Preis ihre Autorität geltend zu machen.“

Ich höre oft, dass man eine Gemeinde leiten sollte wie eine Firma, aber vergesst nicht, dass wir es mit ehrenamtlichen und nicht mit bezahlten Mitarbeitern zu tun haben. Es mussten schon einige Geschäftsleute in der Gemeindeleitung die Erfahrung machen, dass nicht alles, was im Geschäftsleben funktioniert, auch in der Gemeinde funktioniert.

Und schließlich: Ganz gleich, wie gut wir manche Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen darauf vorbereiten, in die Gemeindeleitung einzutreten, gibt es keine Garantie dafür, dass sie am Ende dafür geeignet sind. Deshalb biete ich den betreffenden Personen immer an, zunächst einmal für eine Probezeit von 6 Monaten oder so in der Gemeindeleitung mitzuarbeiten. Nach diesem Zeitfenster können wir zusammen beurteilen, ob sie an dieser Stelle am richtigen Platz sind.

Es ist sehr einfach, jemanden in eine Leiterposition zu erheben; viel schwieriger jedoch ist es, einen Leiter zu bitten, seine Position zu verlassen. Deshalb sollten wir gewissenhaft darum beten und größte Vorsicht walten lassen, bevor wir jemanden in die Gemeindeleitung berufen.

Ich würde mich sehr freuen, eure Gedanken zu diesem Thema zu hören. Ich konnte hier nur einen kleinen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Mitarbeit in einer Ortsgemeinde geben.

Möge Gott euch durch den Heiligen Geist SEINE Weisheit schenken, damit ihr und euer Team die richtigen Leute dazu berufen werdet, mit euch zusammen in der Gemeindeleitung zu dienen.

Verbunden in IHM

Paul


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Demut bedeutet, weniger von sich selbst und mehr von anderen zu halten. Der Sohn Gottes wurde Mensch, damit Menschen Söhne Gottes werden können. (C. S. Lewis)

Lobe Gott im Vorzimmer, bis er die nächste Tür aufmacht. (Unbekannt)

Als ich meine Praxis aufmachte, ließen sich die Menschen scheiden, weil die andere Person sie unglaublich unglücklich machte durch Missbrauch und/oder Treuebruch. Heute lassen sich meine Klienten oft scheiden, weil sie einfach glauben, sie würden etwas versäumen. Sie denken, jemand anderer würde sie glücklicher machen und sie würden Besseres verdienen. Ich beobachte immer wieder dasselbe und es ist herzzerreißend. Gott, hilf uns und heile (und ich meine das legitim und mitfühlend) unseren Narzissmus und unseren Götzendienst. Es verletzt uns selbst und die Menschen um uns herum. (Ester Perel, Eheberaterin) „Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe.“ (Johannes 15,12)

Qualifikationen für Mitglieder der Gemeindeleitung

Vor einigen Monaten fragte mich ein Pastor nach meinen Gedanken zu diesem sehr wichtigen Thema. In 1.Timotheus, Kapitel 3 wird uns gesagt, über welche Charaktereigenschaften leitenden Mitarbeiter in der Ortsgemeinde verfügen sollten. Hier sind noch einige praktische Überlegungen von mir aus meiner langjährigen Erfahrung als Pastor in viele Beratungsgesprächen mit Gemeindeleitungen.

Bevor ich jemanden in die Gemeindeleitung berufe oder jemand als neues Mitglied der Gemeindeleitung bestätigt wird, prüfe ich immer anhand der folgenden Liste, ob die betreffende Person die nötigen Voraussetzungen für dieses Amt mitbringt. Damit gehe ich auch ganz offen um. Erst wenn ich das Gefühl habe, dass dies bei jemandem der Fall ist, suche ich das Gespräch mit ihm.

  1. Mitarbeit
    Die Person, die der Gemeindeleitung oder dem Vorstand beitritt, sollte bereits im Gemeindedienst oder als Leiter in der Gemeinde tätig sein. Die Gemeindemitglieder sollten sie als jemanden ansehen, der vertrauenswürdig und geistlich reif ist. In zu vielen Gemeinden gibt es Leiter, die nicht aktiv in der Gemeinde mitarbeiten, sondern eher als Kontrolleure oder Ratgeber agieren.
  2. Loyalität
    Die betreffende Person sollte ein Vorbild für Loyalität und Verantwortlichkeit gegenüber ihrem Pastor und den anderen Leitern der Gemeinde sein. Ich spreche hier nicht von blindem Gehorsam, aber wenn jemand eine andere Sichtweise einer Sache hat, sollte er immer in einem Geist der Liebe mit mir oder den anderen Leitern darüber sprechen, statt seinen Unmut und seine Ansichten auf den sozialen Medien zu posten oder hinter unserem Rücken kundzutun. Loyalität ist eine Zweibahnstraße. Ich bin gegenüber meinen Teammitgliedern immer loyal, und wenn es ein Problem mit jemandem gibt, werde ich das immer unter vier Augen mit ihm besprechen. Die Person sollte kein Ja-Sager sein, aber sie darf auch niemand sein, der sich grundsätzlich jeder Entscheidung, die vom Leiterschaftsteam getroffen wurde, entgegenstellt.
  3. Beziehe den Ehepartner mit ein
    Vergesst nicht, die Ehepartner der betreffenden Personen zu fragen, wie sie darüber denken, dass ihr Mann oder ihre Frau Teil der Gemeindeleitung wird. Ihre Unterstützung ist sehr wichtig. Wahrscheinlich wäre es auch gut zu erfahren, wie ihre Ehe ganz allgemein läuft.
  4. Finanzen
    Jene, die in der Leiterschaft sind, sollten die Gemeinde durch ihren Zehnten und regelmäßiges Geben unterstützen. Meiner Ansicht nach ist es nicht angemessen, wenn jemand die Entscheidungsgewalt bezüglich der Finanzen der Gemeinde innehat, während er selbst die Gemeinde nicht finanziell unterstützt.
  5. Konflikte
    Die Menschen in der Leiterschaft müssen in der Lage sein, auf eine proaktive Weise mit Konflikten umzugehen. Seitens der Gemeindeleitung werden oft Entscheidungen getroffen werden, die nicht überall auf Anklang stoßen. Beispielsweise wird vielleicht aus dem ein oder anderen Grund ein Mitarbeiter oder Leiter gebeten, von seinem Amt zurückzutreten. Oft müssen kontroverse Themen besprochen werden, die die ganze Gemeinde betreffen. Manche unserer Geschwister sind so harmoniebedürftig und konfliktscheu, dass sie nie einen klaren Stand einnehmen und davor zurückscheuen, nötige Ermahnungen auszusprechen.
  6. Gottesdienstbesuch
    Die Mitglieder der Leiterschaft sollten regelmäßig am Gottesdienst wie auch an den Treffen kleinerer Gruppen innerhalb der Gemeinde teilnehmen. Es ist kaum zu glauben, wie oft ich schon von Pastoren gehört habe, dass die Ältesten oder die Mitglieder der Gemeindeleitung nur selten im Gottesdienst anwesend sind. Leiter und Leiterinnen sollten Vorbilder sein!
  7. Zeitfaktor
    Die Mitglieder der Gemeindeleitung sollten genug Zeit haben, um sich sowohl aktiv am Gemeindedienst zu beteiligen als auch bei den geplanten Sitzungen anwesend zu sein. Manche unserer Geschwister haben einen Beruf oder eine familiäre Situation, die das nicht zulässt. Dieser Punkt sollte offen besprochen werden, bevor jemand ins Leiterschaftsteam aufgenommen wird.
  8. Weisheit
    Die betreffende Person sollte intelligent genug sein, um die derzeitige Vorgehensweise in der Gemeinde zu verstehen. Darüber hinaus sollte sie in der Lage sein, für die Zukunft des Dienstes neue Ideen und Vorschläge einzubringen.
  9. Vision
    Die Person sollte bereit sein, die Vision der Gemeinde zu unterstützen und die Gemeindekultur zu stärken. Es ist nie gut, wenn sich jemand der Leitung einer Ortsgemeinde anschließt, der unzufrieden mit der Gemeinde ist und mittels der Holzhammermethode alle möglichen Veränderungen durchsetzen will. Ein Teamplayer zu sein ist ein Muss.

Ron Donnini spricht den Gemeinden eine Warnung aus, der ich absolut beipflichte: „Die Gemeinden neigen dazu, die Fähigkeiten eines Leiters höher zu schätzen als seinen Charakter. Deshalb erwählen sie sich oft Leiter mit Einfluss im Gemeinwesen – Angestellte der örtlichen Bank, gut situierte Geschäftsleute, Rechtsanwälte, Buchhalter, Ingenieure und dergleichen. Aber nach dem, was wir in der Bibel lesen, sollten wir mehr am Charakter eines Leiters interessiert sein als an seinen Fähigkeiten oder seinem Einflussbereich. Leiter, die in der Gemeinde denselben Führungsstil anwenden wie in ihrer Firma, werden scheitern, weil sie dabei außer Acht lassen, dass bei der Leitung einer Gemeinde der Dienst im Vordergrund steht, nicht die Macht. Die Mission der Gemeinde besteht darin, unserer Gemeinschaft aufopferungsvoll zu dienen, das Evangelium nah und fern zu verbreiten und dazu beizutragen, dass die Christen ihre volle Reife erlangen. Diese Mission wird am besten durch Leiter erreicht, deren Ziel es ist, zu dienen, und nicht, um jeden Preis ihre Autorität geltend zu machen.“

Ich höre oft, dass man eine Gemeinde leiten sollte wie eine Firma, aber vergesst nicht, dass wir es mit ehrenamtlichen und nicht mit bezahlten Mitarbeitern zu tun haben. Es mussten schon einige Geschäftsleute in der Gemeindeleitung die Erfahrung machen, dass nicht alles, was im Geschäftsleben funktioniert, auch in der Gemeinde funktioniert.

Und schließlich: Ganz gleich, wie gut wir manche Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen darauf vorbereiten, in die Gemeindeleitung einzutreten, gibt es keine Garantie dafür, dass sie am Ende dafür geeignet sind. Deshalb biete ich den betreffenden Personen immer an, zunächst einmal für eine Probezeit von 6 Monaten oder so in der Gemeindeleitung mitzuarbeiten. Nach diesem Zeitfenster können wir zusammen beurteilen, ob sie an dieser Stelle am richtigen Platz sind.

Es ist sehr einfach, jemanden in eine Leiterposition zu erheben; viel schwieriger jedoch ist es, einen Leiter zu bitten, seine Position zu verlassen. Deshalb sollten wir gewissenhaft darum beten und größte Vorsicht walten lassen, bevor wir jemanden in die Gemeindeleitung berufen.

Ich würde mich sehr freuen, eure Gedanken zu diesem Thema zu hören. Ich konnte hier nur einen kleinen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Mitarbeit in einer Ortsgemeinde geben.

Möge Gott euch durch den Heiligen Geist SEINE Weisheit schenken, damit ihr und euer Team die richtigen Leute dazu berufen werdet, mit euch zusammen in der Gemeindeleitung zu dienen.

Verbunden in IHM

Paul