„Geh weiter! Schau nicht zurück! Hör auf, dich nach dem zu sehnen, was einmal war.“ (Unbekannt)

„Beginne mit dem Notwendigen, mache weiter mit dem Möglichen und plötzlich tust du das Unmögliche. (Franz von Assisi)

„Wichtig ist nicht der, der pflanzt oder bewässert, wichtig ist Gott, denn er lässt den Samen wachsen.“ (1. Korinther 3,7 NLB)

„Jemand hat die Gemeinde gegründet, in der du dein Leben Christus anvertraut hast, und jemand wird in der Gemeinde gerettet werden, die du gründen wirst.“ (Misheck Manhanha)

Vor kurzem wurden Mechthild und ich eingeladen, das 40-jährige Jubiläum der Gemeinde zu feiern, die wir in Saarbrücken gegründet und 15 Jahre lang geleitet haben. Ich will nicht zu sentimental werden, wenn ich zurückblicke, aber es ist echt überwältigend zu sehen, wie viele Menschen in diesen 15 Jahren zu Christus gefunden haben und getauft wurden.

Noch erstaunlicher ist, was nach meiner Zeit in der Saarbrücker Gemeinde in den letzten 25 Jahren bis heute erreicht wurde! Ich erinnere mich, dass ich vor ein paar Jahren jemanden in Liechtenstein getroffen habe, der mir erzählte, wie er 2012 als Student nach Saarbrücken gezogen ist und durch den Besuch der Gemeinde dort zu Christus gefunden hat. Mein Lieblingsspruch war schon immer: „Wenn du möchtest, dass etwas eine Jahreszeit überdauert, dann pflanze eine Blume. Wenn du möchtest, dass etwas eine Lebenszeit überdauert, dann pflanze einen Baum. Wenn du möchtest, dass etwas eine Ewigkeit überdauert, dann pflanze eine Gemeinde.”

Der Text meiner Predigt zum Jubiläum in Saarbrücken ist sehr bekannt: „Da nahm Samuel einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen und nannte ihn »Eben-Eser« und sprach: Bis hierher hat uns der HERR geholfen.” (1 Samuel 7,12) Für ein paar Minuten habe ich von ein paar guten Dingen erzählt, die Gott in der Vergangenheit gemacht hat, aber dann bin ich gleich zu diesem Punkt gekommen:  Die Zeit ist jetzt!  Mutter Teresa hat einmal gesagt: “Gestern ist vorbei. Morgen ist noch nicht da. Wir haben nur das Heute. Lasst uns beginnen.”

Die Vergangenheit kann ein Ort der Orientierung sein, aber kein Ort zum Verweilen. Wir existieren als Gemeinde heute nicht nur, um zurückzublicken, sondern um den Missionsauftrag Christi heute fortzusetzen. Dieser Auftrag hat sich für alle Gemeinden nicht geändert:

Wir wollen gemeinsam Gott anbeten.

Wir wollen die frohe Botschaft weitergeben.

Wir wollen einander dienen.

Wir wollen unserer Stadt und den Mitmenschen dienen.

Am wichtigsten wollen wir Menschen zu Jünger machen.

Die Menschen, denen wir heute begegnen, interessiert es weniger, was in unserem Leben in der Vergangenheit geschehen ist oder wie die Geschichte unsere Gemeinde aussieht. Die Zeit jetzt ist für sie wichtig!

Bei der Evangelisation ändern sich die Methoden über die Jahre immer wieder! Die Botschaft aber ändert sich nie! Ich finde es super, was Craig Groeschel über seine Gemeinde sagt.  „Wir werden alles Erdenkliche tun – außer zu sündigen -, um die Menschen zu erreichen, die nicht an Jesus Christus glauben. Um Menschen zu erreichen, die noch niemand erreicht hat, müssen wir Dinge tun, die niemand anders tut.”

Ich weiß, dass jede Gemeinde, auch deine, ihre eigene Geschichte hat. Oft war die Geschichte unserer Gemeinde, wie die der Saarbrücker Gemeinde, nicht immer einfach und von verschiedenen Konflikten geprägt. Aber unser guter Hirte versteht in seiner Gnade unsere Kämpfe und Grenzen. Er ist immer da und, „baut seine Gemeinde auf und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“.

„Tu so viel Gutes, wie du kannst. Mit allen Mitteln, die du hast. Auf jede erdenkliche Weise. An allen Orten.  Zu allen Zeiten. Für alle Menschen. Solange du kannst.“ (John Wesley)

Möge Gott dir und mir eine Vision in unseren Herzen schenken für das, was noch nicht da ist, aber kommen wird. Denk daran, wir haben uns nicht selbst den Lauf unseres Dienstes ausgesucht, sondern Gott ist unsere Inspiration, und der gute Hirte hat uns Schritt für Schritt an den Ort geführt, an dem wir uns heute befinden.

Wir dürfen immer unsere Vergangenheit als Gemeinde feiern, aber wir dienen den Menschen in der Gegenwart. Wichtig ist, dass wir mutig voller Freude in unsere Zukunft gehen – denn derselbe Gott, der damals mit uns war, ist auch jetzt mit uns und wird uns vorwärtsführen.

Vergiss das niemals: „Werdet nicht müde, Gutes zu tun. Es wird eine Zeit kommen, in der ihr eine reiche Ernte einbringt. Gebt nur nicht vorher auf!” (Galater 6,9 HFA)

Möge Gott dich und dein Team von Mitarbeitern in deiner Gemeinde reichlich segnen, damit ihr in den kommenden Wochen Großes vollbringen könnt!

In IHM verbunden

Paul

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Aussagestarke Zitate 

Manchmal ist das Leben so schwer, dass man nur das nächste tun kann. Was auch immer das ist, mach es einfach. Gott wird Gott wird dir dort begegnen. (Elisabeth Elliott)

Wenn wir in den notwendigen Dingen die Einheit, in den nicht notwendigen die Freiheit, in beiden die Liebe bewahren würden, stünde es um unsere Angelegenheiten sicherlich zum besten. (Rupertus Meldenius) (1582 – 1651), eigentlich Peter Meiderlin, deutscher lutherischer Theologe, Ephorus in Augsburg)

Dein geheilter Schmerz kann die Ketten eines anderen Menschen sprengen. (Déborah Rosenkranz)

Viele von uns haben durch unchristliches Leitungsverhalten Verletzungen erfahren.  Wenn du dich in einer solchen Situation befindest, ist dein Leben noch nicht vorbei! Jesus hat dich nicht im Stich gelassen – die Menschen haben das getan. Der Herr möchte dir dadurch viel beibringen, also höre weiterhin auf seine Stimme. Ich empfehle dir die Psalmen als Gebetsbuch. Als Verantwortliche neigen wir dazu, uns auf die „Halleluja”-Psalmen zu konzentrieren und die klagenden zu überspringen. Aber wenn wir in der Gemeinde verletzt worden sind, finden wir in ihnen ein Beispiel, dem wir folgen können: Schütte Gott dein Herz aus. Er kann damit umgehen! (Stephen Pfifer)

Christen haben keinen Grund, sich über andere zu erheben: Wir sind keine selbstgerechten Menschen, die versuchen, die Ungerechten zu korrigieren. Wie ein Prediger mal gesagt hat: „Evangelisation ist nichts anderes, als wenn ein Bettler einem anderen Bettler sagt, wo er Brot finden kann.“ Der Hauptunterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen ist die Vergebung. (R.C: Sproul)

Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.

(Unbekannt)

Wenn ich ständig eine Einstellung des Klagens und Jammerns habe, dann stirbt in mir nach und nach das Gefühl der Freude und echter Dankbarkeit. (James MacDonald)