(Diese sieben Erwartungen wären für jeden neuen Gemeindemitgliedskurs hilfreich.)
Vor etwa 20 Jahren hat mir ein Gemeindemitglied eine einfache Frage gestellt: „Was sollten wir alle immer tun?“ Diese Person hatte verstanden, dass die individuelle Berufung und die geistlichen Gaben bei jedem Gläubigen unterschiedlich sein können. Er wollte wissen, welche zeitlosen Erwartungen an jedes Gemeindemitglied gestellt werden, die sich nie ändern.
Eine einfache Frage. Aber eine Herausforderung, sie zu beantworten.
Die Frage war eher spontan, aber sie brachte mich zum Nachdenken. Mit der Zeit kam ich zu diesen sieben Erwartungen, die ich jetzt in jedem Mitgliedschaftskurs in meiner Kirche lehre.
- Anbetung: „Ja“ zu Gott sagen
Anbetung ist nicht nur das Singen am Sonntag. Es ist eine Haltung der Hingabe an Gottes Willen. Wahre Anbetung geschieht, wenn wir Gott selbst suchen, nicht nur das, was er uns gibt. Das bedeutet, persönliche Vorlieben zurückzustellen, sich regelmäßig mit der Gemeindefamilie zu beschäftigen und den Fokus auf seine Herrlichkeit zu richten. Die wöchentliche Lobpreiszeit im Gottesdienst ist kein Ritual, das man abhaken kann. Sie ist geistliche Nahrung, die den Weg mit Christus stärkt.
- Wachsen: Jünger machen, die wiederum Jünger machen
Ein Christ gehört zu Christus; ein Jünger folgt ihm täglich. Geistliches Wachstum geschieht am besten in Gemeinschaft, nicht in Isolation. Der effektivste Weg, um in deinem Glauben tiefer zu wachsen – und anderen zu helfen, zu wachsen – ist, Teil einer Arbeitsgruppe zu sein. Ob Hauskreis, Bibelkreis oder Life Group – diese kleineren Kreise bieten die Ermutigung und Verantwortlichkeit, die wir alle brauchen.
- Dienen: Über dich selbst hinausgehen
Jesus kam, „nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen” (Markus 10,45). Seinem Beispiel zu folgen bedeutet, deine Gaben zu nutzen, um Bedürfnisse innerhalb und außerhalb der Gemeinde zu erfüllen. Beim Dienen geht es nicht darum, die perfekte Rolle für dich selbst zu finden, sondern darum, die Lücken zu füllen, wo Hilfe gebraucht wird. Such nach Möglichkeiten, ergreif die Initiative, lade andere ein, sich dir anzuschließen, und denk daran: Das ultimative Ziel des Dienens ist es, die gute Nachricht von Jesus zu verbreiten.
- Geben: Ehre Gott mit deiner Gabe
Großzügigkeit ist eine greifbare Möglichkeit, Dankbarkeit auszudrücken. Jede Gabe ist für Gott wichtig, nicht nur die großen. Beim Geben geht es nicht um Schuldgefühle, sondern um Dankbarkeit und die Erkenntnis, dass alles, was wir haben, von ihm kommt. Opferbereites Geben geht über Bequemlichkeit hinaus. Es verändert deine Lebensweise und schützt dein Herz vor Gier. Wenn du über deine Gemeinde gibst, investierst du in Gottes Mission und verbindest dich mit anderen für die Sache Christi.
- Beten: Gottes Willen durch Gebet priorisieren
Beten ist mehr als nur Bitten vorbringen. Der Zweck des Gebets ist es, dein Herz mit Gottes Herzen in Einklang zu bringen. Jesus lehrte seine Jünger, mit dem Fokus auf Gottes Namen, Gottes Reich und Gottes Willen zu beten. Wenn du das Beten zu einer täglichen Gewohnheit machst, wirst du feststellen, dass es alle Bereiche des christlichen Lebens miteinander verbindet: Es beflügelt die Evangelisation, vertieft die Einheit und prägt Entscheidungen. Bete allein und mit anderen. Bete für die Leiter deiner Gemeinde, ihre Dienste und ihre Mission. Das Gebet hält deine Prioritäten in Gottes Absichten verankert.
- Suche Einheit: Das Wesentliche im Blick behalten
Einheit bedeutet nicht Gleichförmigkeit. Es geht nicht darum, dass alle gleich aussehen oder sich gleich verhalten. Vielmehr geht es darum, durch Gottes Wort und Mission miteinander verbunden zu sein. Das erfordert oft, persönliche Vorlieben zugunsten des Evangeliums zurückzustellen. Jesu Gebot, „anderen so zu tun, wie du möchtest, dass sie dir tun“ (Lukas 6,31), gilt auch innerhalb der Gemeinde. Eine geeinte Gemeinde ist ein kraftvolles Zeugnis für eine gespaltene Welt.
- Opferbereitschaft: Andere vor sich selbst stellen
Opferbereitschaft ist das Bindeglied, das alle anderen Erwartungen zusammenhält. In Römer 12,1 werden Gläubige dazu aufgerufen, „ein lebendiges und heiliges Opfer“ zu sein. Das bedeutet, Zeit und Ressourcen für Gottes Mission zur Verfügung zu stellen. Gesunde Kirchen werden von Mitgliedern aufgebaut, die bereit sind, andere an die erste Stelle zu setzen, auf persönlichen Komfort zu verzichten und als ein Leib für Christus zusammenzuarbeiten.
Der Beitritt zu einer Gemeinde ist mehr als nur die Eintragung in ein Mitgliederverzeichnis oder der Besuch von Gottesdiensten. Die Mitgliedschaft ist eine Verpflichtung, den Glauben in der Gemeinschaft zu leben. Die Bibel beschreibt die Gemeinde als den Leib Christi, in dem jeder Teil zum Ganzen gehört (Römer 12,4–5). Wenn du „Ja” zur Mitgliedschaft gesagt hast, verpflichtest du dich auch zu diesen sieben Erwartungen, die die Grundlage für die Zugehörigkeit bilden
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