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Der Faktor, der die größten Auswirkungen auf das Wachstum einer Organisation hat, ist das Wachstum ihres Leiters. Wenn ein Leiter aufhört zu wachsen, begrenzt er das Potenzial der ganzen Organisation. Dann kann es passieren, dass sie in eine Sackgasse gerät, an deren Ende ihre Entwicklung stagniert. In den meisten Fällen – sei es im Geschäftsleben oder in der Gemeinde – entspringt dieses Phänomen der Unfähigkeit oder der mangelnden Bereitschaft ihrer Leiter, sich weiterzuentwickeln, Neuerungen einzubringen und loszulassen.

Nehmen wir einmal die örtliche Gemeinde als Beispiel. Mit jeder Stufe des Wachstums einer Gemeinde muss sich auch die Art und Weise ändern, wie Entscheidungen getroffen werden; es werden andere Menschen sein, die diese Entscheidungen treffen, und die Leiterschaft muss sich an das Wachstum anpassen. Man kann eine Gemeinde mit 400 Mitgliedern nicht auf dieselbe Weise leiten wie eine Gemeinde mit 100 Mitgliedern und organisatorisch gesund bleiben.

Das Leiterschaftsmodell, das deine Gemeinde dort hingeführt hat, wo sie jetzt ist, wird sie wahrscheinlich nicht dort hinbringen, wo Gott sie als Nächstes haben will.

Wie lässt es sich nun vermeiden, dass ein Leiter die Weiterentwicklung seiner Organisation behindert? Ich möchte dir drei Verhaltensweisen vorschlagen:

Bleibe belehrbar

In Sprüche 12,1b (Hfa) wird uns ganz unverblümt gesagt: „Wer es hasst, auf Fehler hingewiesen zu werden, ist dumm.“ Autsch! Belehrbar zu sein ist mehr, als nur Daten zu sammeln. Belehrbarkeit bedeutet, zuzulassen, dass diese Daten unseren Charakter, unser Verhalten, unsere Beziehungen und, ja, auch die Art und Weise, wie wir leiten, verändern. Je länger wir führen, umso härter müssen wir daran arbeiten, belehrbar zu bleiben. Es passiert unglaublich leicht, dass ein Leiter selbstgefällig und arrogant wird, insbesondere wenn er schon ein gewisses Maß an Erfolg erzielt hat.

Die Bereitschaft, von anderen Leitern zu lernen, die in ihren Fähigkeiten schon ein wenig weiter fortgeschritten sind, hilft dir, zu vermeiden, dass du in einer Sackgasse landest. Solange wir belehrbar bleiben, hat unsere Gemeinde eine viel größere Chance, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Bleibe experimentierfreudig

In der Gemeinde, in der ich bin, sagte unser Pastor oft: „Alles ist ein Experiment.“ Diese Einstellung nimmt uns den Druck. Sie führt uns aus der Sackgasse heraus oder daran vorbei. Sie gibt den Menschen die Freiheit, zu träumen und Veränderungen vorzunehmen.

Leiter fürchten sich oft davor, Neues auszuprobieren, weil sie sich tief in ihrem Inneren fragen: „Was ist, wenn das schief geht?“ Doch der Angstfaktor wird unseren Versuch, auf eine neue Weise zu leiten, zu organisieren und die Arbeit aufzuteilen, immer negativ beeinflussen. Experimentierfreude gibt dir und deinem Team die Freiheit, Neues auszuprobieren, und wenn es nicht funktioniert, wisst ihr zumindest, dass das nicht der richtige Weg war. Wir lernen daraus, schütteln den Staub ab und gehen weiter.

Bleibe demütig

Der Tag, an dem ein Leiter erkennt, dass er nicht alles allein machen kann, ist ein historischer Tag. Der Tag, an dem er tatsächlich aufhört, alles allein zu machen, ist noch historischer. Es erfordert wahre Demut, loszulassen; einzugestehen, dass du die Arbeit, die Gott dir gegeben hat, nicht allein bewältigen kannst, und es ist demütigend, einzugestehen, dass du, um die Berufung deiner Leiterschaft zu erfüllen, die Hilfe anderer brauchst.

Bei meiner Arbeit als Berater, treffe ich gelegentlich auf Gemeindeleiter, die führen, als würden sie den Staat New York neu begründen. Sie mischen überall mit. Es fällt ihnen schwer, loszulassen und darauf zu vertrauen, dass ihr Team es allein schafft, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Sie verhalten sich, als würde alles von ihnen abhängen. Solche Menschen sollten sich mehr Gedanken um ihre Gesundheit und ihre Lebensdauer machen.

Solange du dir das Recht vorbehältst, in jeder Entscheidung das letzte Wort zu haben, begrenzt du die Fähigkeit deines Teams und der gesamten Organisation, zu wachsen. Wenn dir jedoch dämmert, dass deine Rolle als Leiter vor allem darin bestehen sollte, die Menschen dafür auszustatten, dass jeder seinen Teil der Arbeit übernehmen kann (und das wird umso wichtiger, je mehr die Organisation wächst), sorgst du dafür, dass alles im Fluss bleibt. Deshalb arbeite hart daran, demütig zu bleiben.

Wenn das Unternehmen oder die Gemeinde, die du leitest, stagniert, widerstehe der Versuchung, anderen die Schuld zu geben. Wirf zuerst einen prüfenden Blick in den Spiegel. Wachsen deine Fähigkeiten als Leiter? Passt du dich den Gegebenheiten an? Lernst du immer wieder neue und bessere Wege, zu leiten? Probierst du Neues aus? Erlaubst du anderen, sowohl an der Arbeit als auch am Applaus teilzuhaben?

Wenn es dir schwerfällt, diese Fragen allein zu beantworten, suche dir einen Mentor oder einen Coach, der dir dabei helfen kann.

Belehrbarkeit. Experimentierfreudigkeit. Demut. Diese Verhaltensweisen helfen einem Leiter, sich weiterzuentwickeln und sich anzupassen, und sie erhöhen die Chancen einer Organisation, ihre Mission zu erreichen.

Es ist an der Zeit, die Sackgasse zu verlassen und ein für alle Mal zu meiden.

Ich bete für dich!

Hier kann man den Originalartikel lesen!

John ist Berater und Coach, spezialisiert auf die einzigartige Dynamik Gemeinden, mit Blick auf Teamdynamik. https://convergecoach.com